Sportfest 2010
14. Werkstatttag 2009
Zwei Stühle mit Symbolkraft
Holzskulpturen bei R'elan ausgestellt
Aktionstag, 03.05.2008
Freiburg Städtebecher
25 Jahre REHA-Laden und Stuhlwerkstatt
Jubiläumsveranstaltungen 2004
Selbsthilfebetrieb für psychisch kranke Frauen feierte 20jähriges Bestehen

Sportfest am 25.06.2010 auf dem Turnerbund Emmendingen Gelände

Emmendingen. „Mach mit, werd` fit"- so lautete das Motto vom diesjährigen Sportfest, bei dem am 25.06.2010 die verschiedenen Projekte des REHA- Vereins Freiburg gegeneinander antraten. Bereits zum 17. Mal wurden auf dem TBE-Gelände spannende Spiele ausgetragen.Pünktlich um 8 Uhr startete ein sonniger Tag, geprägt von sportlichem Ehrgeiz und Spaß auf Seiten der Teilnehmer. Auch dieses Jahr gab es wieder Wettkämpfe in den Disziplinen Skat, Schach, Fußball, Volleyball und Tischkicker. Zur Mittagszeit zauberte die Gaststätte „Campus" ein leckeres Essen, bei dem sich alle für die anstehende Siegerehrung stärken konnten. Nachdem die Teilnehmer ihre Urkunden und Pokale entgegengenommen haben, klang ein rundum gelungener Tag bei Kaffee und Kuchen langsam aus. Eine Gratulation an dieser Stelle geht an die Werkstatt Emmendingen, die sowohl beim Schach-, als auch beim Skat- und Fußballturnier den ersten Platz belegt haben. Das Betreute Wohnen Freiburg siegte in der Disziplin Tischkicker und im Volleyball belegte das Team der Werkstatt Müllheim den ersten Platz.
Vielen Dank noch mal an alle fleißigen Helfer, die zu diesem unvergesslichen Tag beigetragen haben!

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Fußball   Volleyballturnier   Gemütliches Zusammensitzen

14. Werkstatttag des REHA-Vereins

Der 14. Werkstatttag des REHA-Vereins fand am 09.10.2009 nunmehr zum dritten Mal im Bürgerhaus am Seepark in Freiburg statt.
Die Werkstatttage dienen dem gegenseitigen Austausch und Information der Beschäftigten über die verschiedenen Arbeits- und Beschäftigungsprojekte des REHA-Vereins. Der Werkstatttag bietet die Möglichkeit zum Dialog zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung.
Neben Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr wurde auf dem Werkstatttag ein Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr, sowie auf geplante Projekte gegeben.

Der diesjährige Werkstatttag öffnete seine Pforten um 07:45 Uhr. Etwa 240 Beschäftigte der REHA-Werkstätten, der REHA-Tagesstätten und der Integrationsprojekte R'elan Schreinerei und R'elan Zerspanungstechnik wurden mit Kaffee und Brezeln begrüßt.
Nach der Begrüßung durch Herrn Dechnik (Werkstattleitung) konnten sich die Besucher anhand von Schautafeln und Präsentationsständen einen Überblick über die Angebote der REHA-Werkstätten und Tagesstätten verschaffen. Ebenso wurden die Umsatzzahlen 2008 der REHA-Werkstätten und der REHA-Tagesstätten veröffentlicht.

Am Stand der Stuhlwerkstatt führte eine Mitarbeiterin, anhand eines aufgebauten Arbeitsplatzes, das Beflechten eines Stuhles vor. Der REHA-Laden präsentierte mit einem Verkaufsstand einen bunten Auszug aus seinem Sortiment. Die Mitarbeiter konnten mit einem Rabatt von 20 % Textilartikel und Holzspielzeug aus der Produktion der REHA-Werkstätten erwerben.

Die Schautafeln der R'elan Schreinerei boten den Besucher einen Überblick über die tägliche Arbeit im Bereich der Eventbetreuung im Europapark Rust und bei Einsätzen im Rahmen von diversen Fernsehproduktionen des SWR. Interessierte Mitarbeiter konnten sich hier direkt für ein Praktikum bewerben bzw. sich umfassend informieren. Ebenso stellte sich die R'elan Zerspanungstechnik anhand von Schautafeln ergänzt um Produktionsbeispiele vor.

Ein Schwerpunkt des 13. Werkstatttag war auch dieses Jahr die Diskussion in Kleingruppen zum Thema "Meine Arbeit - was gefällt mir; was gefällt mir nicht?". Die zusammengefassten Ergebnisse der Kleingruppenarbeit wurden im Rahmen der anschließenden Podiumsdiskussion  vorgestellt und mit der Geschäftsleitung diskutiert.

Desweiteren hatten die Werkstattmitarbeiter und Tagesstättenbesucher die Möglichkeit im Rahmen der Podiumsdiskussion, Fragen und Anregungen mit der Geschäftsführung, Werkstattleitung, Tagesstättenleitung, Arbeitsvorbereitung und Werkstattrat zu diskutieren. Der Werkstattrat stellte seinen Geschäftsbericht vor.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Bürgerhaus am Seepark wurde der 2. Teil des 14. Werkstatttages in der REHA-Tagesstätte in Freiburg fortgeführt. Neben verschiedenen Kreativangeboten für die Besucher gab es eine Filmvorführung aus dem REHA-Archiv. Aktuell wurde der Film "Dialog der Stühle, R'elan Schreinerei Emmendingen" gezeigt. Der Nachmittag klang mit Kaffee und einem reichhaltigen Kuchenbuffet in der Tagesstätte in Freiburg aus.

Bilder vom 14. Werkstatttag 2009:

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  • Podiumsdiskussion am 14. Werkstatttag (von links) Frau Sillmann (Werkstattrat), Herr Halbleib (Wohnbereichs- und Tagesstättenleitung), Herr Klein-Alstedde (Geschäftsführung), Herr Dechnik (Werkstattleitung), Herr Engist (Arbeitsvorbereitung)

     

    Foyer beim 14.Werkstatttag 2009

     
    Verkaufsstand des REHA-Laden
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  • Kleingruppenarbeit

     

    Zusammenfassung einer Kleingruppendiskussion zum Thema: "Meine Arbeit - was gefällt mir, was gefällt mir nicht."

      Das reichhaltige Kuchenangebot in der Tagesstätte Freiburg

    Wie schon im letzten Jahr wurde auch am 14. Werkstatttag 2009 eine schriftliche und anonyme Befragung der Mitarbeiter und Besucher der REHA-Beschäftigungsprojekte durchgeführt.
    Das Ergebnis der Befragung sehen Sie hier.


      vom Dienstag, 27. November 2007

    Zwei Stühle mit Symbolkraft

    Die Schreinerei R'elan will Behinderte nicht an den Rand drängen / Einladung zum Dialog


    Mit Symbolkraft: Die Riesenstühle des Künstlers Nikodemus Löffl (auf dem rechten Stuhl) machen auf die Schreinerei R'elan an der Denzlinger Straße aufmerksam. Auf dem linken Stuhl Schreinermeister Gerhard Glier, unten Barbara Bucher und Norbert Klein-Alstedde.
    (FOTO: SYLVIA-KARINA JAHN)
     
    EMMENDINGEN (ja). Zum Dialog und zum Nachdenken sollen die beiden riesigen Stühle von Nikodemus Löffl einladen, die vor der Schreinerei R'elan an der Denzlinger Straße stehen. Denn die ist kein Betrieb wie jeder andere: Das Unternehmen beschäftigt auch psychisch Kranke. "Wir haben das Ziel, am Markt zu arbeiten, aber wir bilden eine Gegenbewegung zu der normalen Entwicklung, wo Behinderte an den Rand gedrängt und nur versorgt werden", erklärt Norbert Klein-Alstedde, Geschäftsführer des Reha-Vereins, der Hauptgesellschafter der Schreinerei ist. 25 bis 40 Prozent der Arbeitsplätze sind daher für Schwerbehinderte reserviert. Von den sechs Beschäftigten derzeit sind zwei behindert, ebenso viele sollen im nächsten Jahr dazu kommen. "Früher wurden Leistungsschwächere gerade im Mittelstand immer noch mitgezogen", sagt Klein-Alstedde, "das wollen wir wieder tun. Wir signalisieren ihnen: Du wirst gebraucht. Wir schaffen Freiraum für Gehandicapte, konkurrieren aber auch am Markt."
    Das Unternehmen hat mehrere Standbeine. Dazu gehört Bühnenaufbau. So ist R'elan, wie Schreinermeister Gerhard Glier erklärt, nicht nur Partner des Südwestrundfunks etwa bei "Verstehen Sie Spaß", das Unternehmen baut für Pro 7 "Stars auf dem Eis" und hat ständig ein Team für den Event-Bau im Europapark in Rust. Derzeit beteilige man sich an Ausschreibungen, um sich im Bereich der Schreinerei stärker zu etablieren. Da kommt der neue Hingucker vor dem Firmengebäude gerade recht. Die beiden Stühle sind eine Dauerleihgabe, die durch die Gesellschaft zur Förderung sozialer Initiativen ermöglicht wurde, erläutert deren Geschäftsführerin Barbara Bucher.
    Dass es hier um Menschen und Holz geht, sollen die Stühle symbolisieren, so Nikodemus Löffl aus Wartenberg (östlich von München). Die Skulptur besteht aus zwei Stühlen, die im Dialog zueinander stehen. "Mir gefiel die Idee auf Anhieb" , freut sich Klein-Alstedde, "weil die Stühle schräg, versetzt sind. Auch bei unseren Leuten ist vieles verquer, nicht auf Anhieb verstehbar - es sind Leute, denen man den Stuhl vor die Tür gesetzt hat."




    vom 12. November 2008


    Holzskulpturen bei R'elan ausgestellt

    EMMENDINGEN. "Tomografien" - Schichtabbildungen - nennt Nikodemus Löffl, der Künstler und Sägewerksbetreiber aus der Nähe von München, seine Holzwürfel aus Pappel, Erle und Eiche, die jetzt in der Schreinerei R'elan zu sehen sind. Am Sonntag eröffnete Norbert Klein-Alstedde, Geschäftsführer des REHA-Vereins, die Ausstellung bei R'elan, einem Betrieb, der 20 bis 40 Prozent Behinderte und psychisch Kranke integriert hat und sich am Markt behauptet. Werkstattleiter Gerhard Glier und Nikodemus Löffl sind beide aus Bayern und kennen sich von früher - schon seit der Eröffnung des Betriebs vor zwei Jahren sind die beiden übergroßen Holzstühle vor dem Gebäude zu bestaunen. "Nass geschnitten lebt sich das Holz aus und beim Trocknen entstehen Risse und Veränderungen - die Schnitte befreien und setzen Energie frei", so der Künstler, der das Holz mit der Kettensäge bearbeitet. Statt zu fragen: Was will ich (konstruieren)? heißt es auch in der Kunst inzwischen: Was ist (im Material) da? Eine Entwicklung hin zur Realität und zum Prozess.

    09.11.2008,  Ausstellung in den 
          Räumlichkeiten der R'elan Schreinerei
      Ausstellungsstücke im Besucherbereich der R'elan 
          Schreinerei
    09.11.2008, Ausstellung in den Räumlichkeiten der R'elan Schreinerei   Ausstellungsstücke im Besucherbereich der R'elan Schreinerei


    Menschen mit Behinderung gestalteten einen Aktionstag

    Am 03. Mai 2008 informierte die Freiburger Arbeitsgemeinschaft "Miteinander leben" (FAG) von 10 bis 17 Uhr auf dem Rathausplatz in Freburg, zusammen mit über 50 Gruppen, in einer bunten Mischung und mit vielen Mitmachaktionen über das Leben mit einer Behinderung.

    FAG-Sprecherin Elisabeth Noeske:
    "Es ist unser Ziel, Menschen mit Behinderung möglichst umfassend in das Leben aller einzubeziehen."


    ... wir unterstützten den Aktionstag mit unserem REHA-Stand:

    Bilder vom Aktionstag:


     
    Aktionstag-1   Aktionstag-2   Aktionstag-3  

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    25 Jahre REHA-Laden und Stuhlwerkstatt

    Am 10. und 11. November 2006 konnten der REHA-Laden und die REHA-Stuhlwerkstatt in der Moltkestraße 5, auf 25 Jahre Ladenzeiten zurückblicken. Gefeiert wurde mit Film- und Fotodokumenten aus der Arbeit der letzten 25 Jahre. Im Laden erwarteten die Kunden einige Überraschungen. So gab es zum Beispiel Aktionen für Kinder und diverse Rabatte.
    Die beiden Einrichtungen REHA-Laden und Stuhlwerkstatt gehören zu den vielfältigen Angeboten von Arbeits- und Beschäftigungsangeboten des REHA-Vereins Freiburg.

    Der REHA-Verein bietet als freier gemeinnütziger Träger in der Stadt Freiburg sowie in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau- Hochschwarzwald Wohnmöglichkeiten und Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für psychisch kranke und gefährdete Personen zur Wiedereingliederung in den sozialen und beruflichen Bereich an.

    Vor 25 Jahren haben einige engagierte Sozialpädagogen und Psychologen – mit wenig finanziellen Mitteln das Selbsthilfeprojekt REHA-Laden und Stuhlwerkstatt an der Schwarzwaldstrasse 81 in Freiburg aus der Taufe gehoben. Ein bereits 1979 in der Habsburgerstraße eröffnetes Vorläuferprojekt gehörte zu den ersten Selbsthilfefirmen für psychisch Kranke in der Bundesrepublik Deutschland. Die Gründungsidee bestand in der Überzeugung, dass es notwendig sei, gerade für „Randgruppen“ Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, die zum Einen nicht auf der „grünen Wiese“, am Rande der Städte angesiedelt, sondern im Zentrum integriert sind. Zum anderen sollte aber auch ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Mitsprache ermöglicht sein.

    Die REHA-Stuhlwerkstatt ist ein Frauenprojekt. Für die Gruppe der Frauen bedeutet die Zuverdienstmöglichkeit in der Werkstatt eine große Hilfe. Jede Mitarbeiterin kann selbst über das Arbeitstempo bestimmen, wobei die Gruppe allerdings großen Wert auf qualitativ gute Arbeit legt.

    Das zweite Standbein des Selbsthilfeprojektes war und ist bis heute der Verkauf von Produkten aus eigener Herstellung im REHA-Laden in der Moltkestrasse 5 in Feiburg. Ziel des REHA-Ladens ist es, durch den Verkauf von Eigenprodukten sowie Artikeln aus anderen sozialen Einrichtungen ein Netzwerk gegenseitiger Unterstützung zu schaffen und durch Information und Öffentlichkeitsarbeit Vorurteile gegenüber Benachteiligten abzubauen sowie über die Arbeit verschiedener sozialer Einrichtungen zu informieren. Die im Verkauf angebotenen Dinkel- und Hirsekissen, Seidentücher, Kinderschürzen und einige der Holzspielsachen werden in Handarbeit in den Werkstätten und Tagesstätten des REHA-Vereins angefertigt.
    Diese Produkte überzeugen in ihrer Kombination von Qualität, Design und Funktionalität. Eine besondere Spezialität sind die Holzspielsachen aus unserer Eigenproduktion. Sie werden mit umweltfreundlichen Farben gebeizt oder lackiert.
    Des Weiteren bietet der Laden ein großes Sortiment an Spielwaren aller Art. Dies erstreckt sich von Kleinigkeiten für Kindergeburtstage und Adventskalender über Babyartikel, Didymos-Babytragetücher und eine große Auswahl ausgesuchter Spiel- und Geschenkartikel bis hin zum Teenageralter.

    Der Freund gemütlichen Sitzens und Liegens findet ein breites Angebot an Hängematten und Hängestühlen und der dazugehörigen Ständer und Aufhängungsmöglichkeiten. Für den Einsatz in Kindergärten, Schulen oder therapeutischen Einrichtungen oder einfach für zu Hause erwartet sie die Welt der Handpuppen, von Handspieltieren bis hin zu großen und kleinen menschlichen Figuren.
    Den traditionellen Festen im Jahresverlauf folgend führt der REHA-Laden, Geschenk und Dekoartikel.

    Eine besondere Geschenkidee ist die Freiburg Tasse, welche der REHA-Laden mit der Firma Mila gestaltet hat. Diese Tasse ist exklusiv nur im REHA-Laden, sowie an der Weihnachtshütte erhältlich.

    In Zusammenarbeit mit der Freiburger Arbeitsgemeinschaft „Miteinander Leben“ organisiert der REHA-Laden den Informations- und Verkaufsstand in der Münsterstraße Ecke Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg. Darüber hinaus ist der REHA-Laden mit seinen Produkten auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt sowie anderen Verkaufsmessen vertreten.

    Mit Ihrem Einkauf in unserem REHA-Laden oder einem unserer Verkaufsstände erhalten Sie schöne Produkte und unterstützen gleichzeitig die Arbeit des REHA-Vereins.
    Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

       
    Informationsstand von der REHA-Stuhlwerkstatt   Besucher probiert Spielzeug aus...   Besucher vor den Schautafeln

    1979 - 2004: 25 Jahre REHA-Verein e.V., Freiburg

    Jubiläumsveranstaltungen 2004

    Impressionen...

    02. Juli 2004 – Die Bodenseefahrt...

     
    Schifffahrt auf dem Bodensee    

    30. Juli 2004 – Das Sportfest...

     
     
      Siegerpokale

    24. September 2004 – Tag der offenen Tür...

       
    Grußworte des Sozialdezernenten
    Herrn von Kirchbach
      Geschäftsleitung im Gespräch mit Gratulanten   Ausstellung der Stuhlwerkstatt

       
    Schautafeln   Das reichhaltige Kuchenangebot  

    15. Oktober 2004 – Der Werkstatttag...

     
    Informationsstand der REHA-Werkstatt Müllheim   Weitere Schautafeln
    Selbsthilfebetrieb für psychisch kranke Frauen feierte 20jähriges Bestehen

      Die REHA-Laden-Werkstatt in der Schwarzwaldstr. 81 feiert am Mittwoch, den 18. April 2001 von 11.00 bis 17.00 Uhr mit einem Tag der offenen Tür ihren 20.Geburtstag.

    Sie wurde im April 1981 als Selbsthilfebetrieb des REHA-Vereins zum Aufbau sozialer Psychiatrie e.V. von und für psychisch kranke Menschen in Freiburg eröffnet.

    Ein bereits 1979 in der Habsburgerstraße eröffnetes Vorläuferprojekt gehörte zu den ersten Selbsthilfefirmen für psychisch Kranke in der BRD.

    Die Gründungsidee bestand in der Überzeugung, dass es notwendig sei, gerade für "Randgruppen" Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, die

    • zum einen nicht auf der "grünen Wiese", am Rande der Städte, sondern im Zentrum integriert angesiedelt sind,

    • zum anderen aber auch ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Mitsprache ermöglichen.

    Ein weiterer Gedanke war, die üblichen Rehabilitationskonzepte einmal gegen den Strich zu lesen:

    Der übliche Rehabilitationsprozess besteht darin, dass der Rehabilitand in einer Reha-Einrichtung erst einmal Beziehungen zum Betreuungspersonal, zu anderen
    Damaliges Ladengeschäft in der Schwarzwaldstraße   Rehabilitanten sowie zur Einrichtung insgesamt aufbauen muss. Die Stabilisierung seiner Persönlichkeiten und damit sein Rehabilitationserfolg entwickelt sich parallel zum Aufbau dieser tragenden Beziehungen. Je stabiler er nun wird, desto näher rückt dann allerdings der Termin der Entlassung aus der Einrichtung, und damit der Abbruch dieser vertrauten und tragenden Beziehungen: Ein häufiger Grund für Rückfälle.

    In der REHA-Laden-Werkstatt wurde erfolgreich versucht, das entgegengesetzte Konzept zu praktizieren: In den ersten Jahren wurde eine Gruppe von 5-10 Klienten intensiv von einem Sozialarbeiter, finanziert von einer privaten Stiftung, betreut.

    Mit wachsender Stabilität der Gruppe wurde nun die Betreuung allmählich soweit verringert, dass die Gruppe - inzwischen hatte sie sich zu einer reinen Frauengruppe entwickelt - selbständig die Werkstatt und den Laden führen konnten, d.h. nicht die Klientinnen mussten - nach erfolgreicher Stabilisierung - die Werkstatt verlassen, sondern der Betreuer zog sich zurück und "überließ" ihnen die Laden-Werkstatt.

    In der Werkstatt werden Stühle beflochten, der Laden dient dem Verkauf von Eigenprodukten des REHA-Vereins sowie anderen Geschenkartikeln.

    Die Betreuung besteht inzwischen nur noch darin, dass eine Betreuungsperson einmal in der Woche "vorbeischaut". Allerdings wird in Krisenzeiten die Betreuung intensiviert, so dass der Bestand des Projektes nicht gefährdet wird.

    Für die Gruppe der Frauen bedeutet die Zuverdienstmöglichkeit in der Werkstatt eine große Hilfe, da jede selbst über das Arbeitstempo bestimmen kann, wobei die Gruppe allerdings großen Wert auf qualitativ gute Arbeit legt.

    Nur die Quantität, nicht die Qualität der Arbeit wird flexibel gehandhabt.
    Ein ebenso wichtiges Prinzip ist gegenseitige Unterstützung, wenn z. B. jemand in eine Krise gerät.

    Der REHA-Laden in der Schwarzwaldstr. 81 ist vernetzt mit dem REHA-Laden im Zentrum (früher: Gerberau, jetzt: Moltkestr.), sowie dem Verkaufsstand der Freiburger Arbeitsgemeinschaft "Miteinander Leben" unter den Arkaden der Sparkasse in der Kaiser-Joseph-Straße.

    Der Anspruch dieser Integrationsprojekte besteht darin, dass psychisch kranke Frauen in Zusammenarbeit mit und durch die Unterstützung von anderen Mitarbeitern Projekte verwirklichen, die auf dem allgemeinen Markt bestehen können.

    Seit 2002 ist die Laden-Werkstatt 81 erfolgreich mit einem Marktstand (Stühle und Eigenproduktion) auf dem jährlichen "Staufener Kunsthandwerkermarkt" vertreten.

    Der REHA-Verein ist Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen e.V.

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