vom Dienstag, 27. November 2007
Zwei Stühle mit Symbolkraft
Die Schreinerei R'elan will Behinderte nicht an den Rand drängen
/ Einladung zum Dialog
Mit Symbolkraft: Die Riesenstühle
des Künstlers Nikodemus Löffl (auf dem rechten Stuhl) machen
auf die Schreinerei R'elan an der Denzlinger Straße aufmerksam.
Auf dem linken Stuhl Schreinermeister Gerhard Glier, unten
Barbara Bucher und Norbert Klein-Alstedde.
(FOTO: SYLVIA-KARINA JAHN) |
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EMMENDINGEN
(ja). Zum Dialog und zum Nachdenken sollen die beiden riesigen
Stühle von Nikodemus Löffl einladen, die vor der Schreinerei
R'elan an der Denzlinger Straße stehen. Denn die ist kein
Betrieb wie jeder andere: Das Unternehmen beschäftigt auch
psychisch Kranke. "Wir haben das Ziel, am Markt zu arbeiten,
aber wir bilden eine Gegenbewegung zu der normalen Entwicklung,
wo Behinderte an den Rand gedrängt und nur versorgt werden",
erklärt Norbert Klein-Alstedde, Geschäftsführer des Reha-Vereins,
der Hauptgesellschafter der Schreinerei ist. 25 bis 40 Prozent
der Arbeitsplätze sind daher für Schwerbehinderte reserviert.
Von den sechs Beschäftigten derzeit sind zwei behindert, ebenso
viele sollen im nächsten Jahr dazu kommen. "Früher wurden
Leistungsschwächere gerade im Mittelstand immer noch mitgezogen",
sagt Klein-Alstedde, "das wollen wir wieder tun. Wir signalisieren
ihnen: Du wirst gebraucht. Wir schaffen Freiraum für Gehandicapte,
konkurrieren aber auch am Markt."
Das Unternehmen hat mehrere Standbeine. Dazu gehört Bühnenaufbau.
So ist R'elan, wie Schreinermeister Gerhard Glier erklärt,
nicht nur Partner des Südwestrundfunks etwa bei "Verstehen
Sie Spaß", das Unternehmen baut für Pro 7 "Stars auf dem Eis"
und hat ständig ein Team für den Event-Bau im Europapark in
Rust. Derzeit beteilige man sich an Ausschreibungen, um sich
im Bereich der Schreinerei stärker zu etablieren. Da kommt
der neue Hingucker vor dem Firmengebäude gerade recht. Die
beiden Stühle sind eine Dauerleihgabe, die durch die Gesellschaft
zur Förderung sozialer Initiativen ermöglicht wurde, erläutert
deren Geschäftsführerin Barbara Bucher.
Dass es hier um Menschen und Holz geht, sollen die Stühle
symbolisieren, so Nikodemus Löffl aus Wartenberg (östlich
von München). Die Skulptur besteht aus zwei Stühlen, die im
Dialog zueinander stehen. "Mir gefiel die Idee auf Anhieb"
, freut sich Klein-Alstedde, "weil die Stühle schräg, versetzt
sind. Auch bei unseren Leuten ist vieles verquer, nicht auf
Anhieb verstehbar - es sind Leute, denen man den Stuhl vor
die Tür gesetzt hat."
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vom 12. November 2008
Holzskulpturen bei R'elan ausgestellt
EMMENDINGEN.
"Tomografien" - Schichtabbildungen - nennt Nikodemus Löffl,
der Künstler und Sägewerksbetreiber aus der Nähe von München, seine
Holzwürfel aus Pappel, Erle und Eiche, die jetzt in der Schreinerei R'elan
zu sehen sind. Am Sonntag eröffnete Norbert Klein-Alstedde, Geschäftsführer
des REHA-Vereins, die Ausstellung bei R'elan, einem Betrieb, der 20 bis 40
Prozent Behinderte und psychisch Kranke integriert hat und sich am Markt behauptet.
Werkstattleiter Gerhard Glier und Nikodemus Löffl sind beide aus Bayern und kennen
sich von früher - schon seit der Eröffnung des Betriebs vor zwei Jahren sind die
beiden übergroßen Holzstühle vor dem Gebäude zu bestaunen. "Nass geschnitten
lebt sich das Holz aus und beim Trocknen entstehen Risse und Veränderungen -
die Schnitte befreien und setzen Energie frei", so der Künstler, der das Holz
mit der Kettensäge bearbeitet. Statt zu fragen: Was will ich (konstruieren)? heißt
es auch in der Kunst inzwischen: Was ist (im Material) da? Eine Entwicklung
hin zur Realität und zum Prozess.
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| 09.11.2008, Ausstellung in den
Räumlichkeiten der R'elan Schreinerei |
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Ausstellungsstücke im Besucherbereich der R'elan
Schreinerei |
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Freiburg Städtebecher
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exklusiv nur erhältlich im |
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- handbemalt
- spülmaschinenfest
- mikrowellengeeignet |
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Preis pro Tasse 7,95 Euro |
Moltkestraße 5
79098 Freiburg
Telefon 0761/ 3 65 46 |
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Am
10. und 11. November 2006 konnten der REHA-Laden und die REHA-Stuhlwerkstatt
in der Moltkestraße 5, auf 25 Jahre Ladenzeiten zurückblicken. Gefeiert
wurde mit Film- und Fotodokumenten aus der Arbeit der letzten 25 Jahre. Im
Laden erwarteten die Kunden einige Überraschungen. So gab es zum Beispiel
Aktionen für Kinder und diverse Rabatte.
Die beiden Einrichtungen REHA-Laden und Stuhlwerkstatt gehören zu
den vielfältigen Angeboten von Arbeits- und Beschäftigungsangeboten
des REHA-Vereins Freiburg.
Der REHA-Verein bietet als freier gemeinnütziger Träger in der Stadt
Freiburg sowie in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau- Hochschwarzwald
Wohnmöglichkeiten und Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für
psychisch kranke und gefährdete Personen zur Wiedereingliederung in
den sozialen und beruflichen Bereich an.
Vor 25 Jahren haben einige engagierte Sozialpädagogen und Psychologen
– mit wenig finanziellen Mitteln das Selbsthilfeprojekt REHA-Laden
und Stuhlwerkstatt an der Schwarzwaldstrasse 81 in Freiburg aus der
Taufe gehoben. Ein bereits 1979 in der Habsburgerstraße eröffnetes
Vorläuferprojekt gehörte zu den ersten Selbsthilfefirmen für psychisch
Kranke in der Bundesrepublik Deutschland. Die Gründungsidee bestand
in der Überzeugung, dass es notwendig sei, gerade für „Randgruppen“
Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, die zum Einen nicht auf der „grünen
Wiese“, am Rande der Städte angesiedelt, sondern im Zentrum
integriert sind. Zum anderen sollte aber auch ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit
und Mitsprache ermöglicht sein.
Die REHA-Stuhlwerkstatt ist ein Frauenprojekt. Für die Gruppe der
Frauen bedeutet die Zuverdienstmöglichkeit in der Werkstatt eine große
Hilfe. Jede Mitarbeiterin kann selbst über das Arbeitstempo bestimmen,
wobei die Gruppe allerdings großen Wert auf qualitativ gute Arbeit
legt.
Das zweite Standbein des Selbsthilfeprojektes war und ist bis heute
der Verkauf von Produkten aus eigener Herstellung im REHA-Laden in
der Moltkestrasse 5 in Feiburg. Ziel des REHA-Ladens ist es, durch
den Verkauf von Eigenprodukten sowie Artikeln aus anderen sozialen
Einrichtungen ein Netzwerk gegenseitiger Unterstützung zu schaffen
und durch Information und Öffentlichkeitsarbeit Vorurteile gegenüber
Benachteiligten abzubauen sowie über die Arbeit verschiedener sozialer
Einrichtungen zu informieren. Die im Verkauf angebotenen Dinkel- und
Hirsekissen, Seidentücher, Kinderschürzen und einige der Holzspielsachen
werden in Handarbeit in den Werkstätten und Tagesstätten des REHA-Vereins
angefertigt.
Diese Produkte überzeugen in ihrer Kombination von Qualität, Design
und Funktionalität. Eine besondere Spezialität sind die Holzspielsachen
aus unserer Eigenproduktion. Sie werden mit umweltfreundlichen Farben
gebeizt oder lackiert.
Des Weiteren bietet der Laden ein großes Sortiment an Spielwaren aller
Art. Dies erstreckt sich von Kleinigkeiten für Kindergeburtstage und
Adventskalender über Babyartikel, Didymos-Babytragetücher und eine
große Auswahl ausgesuchter Spiel- und Geschenkartikel bis hin zum
Teenageralter.
Der Freund gemütlichen Sitzens und Liegens findet ein breites Angebot
an Hängematten und Hängestühlen und der dazugehörigen Ständer und
Aufhängungsmöglichkeiten. Für den Einsatz in Kindergärten, Schulen
oder therapeutischen Einrichtungen oder einfach für zu Hause erwartet
sie die Welt der Handpuppen, von Handspieltieren bis hin zu großen
und kleinen menschlichen Figuren.
Den traditionellen Festen im Jahresverlauf folgend führt der REHA-Laden,
Geschenk und Dekoartikel.
Eine besondere Geschenkidee ist die
Freiburg Tasse, welche
der REHA-Laden mit der Firma Mila gestaltet hat. Diese Tasse ist exklusiv nur im REHA-Laden, sowie an der Weihnachtshütte
erhältlich.
In Zusammenarbeit mit der Freiburger Arbeitsgemeinschaft „Miteinander
Leben“ organisiert der REHA-Laden den Informations- und Verkaufsstand
in der Münsterstraße Ecke Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg. Darüber
hinaus ist der REHA-Laden mit seinen Produkten auf dem Freiburger
Weihnachtsmarkt sowie anderen Verkaufsmessen vertreten.
Mit Ihrem Einkauf in unserem REHA-Laden oder einem unserer Verkaufsstände
erhalten Sie schöne Produkte und unterstützen gleichzeitig die Arbeit
des REHA-Vereins.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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| Informationsstand von der REHA-Stuhlwerkstatt |
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Besucher probiert Spielzeug aus... |
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Besucher vor den Schautafeln |
1979 - 2004:
25 Jahre REHA-Verein e.V., Freiburg
Jubiläumsveranstaltungen
2004
Impressionen...
02.
Juli 2004 – Die Bodenseefahrt...
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| Schifffahrt auf dem Bodensee |
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30.
Juli 2004 – Das Sportfest...
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Siegerpokale |
24.
September 2004 – Tag der offenen Tür...
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Grußworte des Sozialdezernenten Herrn
von Kirchbach |
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Geschäftsleitung im Gespräch mit Gratulanten |
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Ausstellung der Stuhlwerkstatt |
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| Schautafeln |
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Das reichhaltige Kuchenangebot |
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15.
Oktober 2004 – Der Werkstatttag...
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| Informationsstand der REHA-Werkstatt Müllheim |
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Weitere Schautafeln |
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Die REHA-Laden-Werkstatt in der Schwarzwaldstr.
81 feiert am Mittwoch, den 18. April
2001 von 11.00 bis 17.00 Uhr mit einem Tag der offenen Tür ihren 20.Geburtstag.
Sie wurde im April 1981 als Selbsthilfebetrieb des REHA-Vereins
zum Aufbau sozialer Psychiatrie e.V. von und für psychisch kranke
Menschen in Freiburg eröffnet.
Ein bereits 1979 in der Habsburgerstraße eröffnetes Vorläuferprojekt
gehörte zu den ersten Selbsthilfefirmen für psychisch Kranke in der
BRD.
Die Gründungsidee bestand in der Überzeugung, dass es notwendig sei,
gerade für "Randgruppen" Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, die
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zum einen nicht auf
der "grünen Wiese", am Rande der Städte, sondern im Zentrum integriert
angesiedelt sind,
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zum anderen aber
auch ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Mitsprache
ermöglichen.
Ein weiterer Gedanke
war, die üblichen Rehabilitationskonzepte einmal gegen den Strich zu
lesen:
Der übliche Rehabilitationsprozess besteht darin, dass der Rehabilitand in einer Reha-Einrichtung erst einmal Beziehungen zum Betreuungspersonal, zu anderen
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| Damaliges Ladengeschäft in der Schwarzwaldstraße |
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Rehabilitanten sowie zur Einrichtung
insgesamt aufbauen muss. Die Stabilisierung seiner Persönlichkeiten und
damit sein Rehabilitationserfolg entwickelt sich parallel zum Aufbau
dieser tragenden Beziehungen. Je stabiler er nun wird, desto näher rückt
dann allerdings der Termin der Entlassung aus der Einrichtung, und damit
der Abbruch dieser vertrauten und tragenden Beziehungen: Ein häufiger
Grund für Rückfälle. |
In der REHA-Laden-Werkstatt wurde erfolgreich
versucht, das entgegengesetzte Konzept zu praktizieren: In den ersten
Jahren wurde eine Gruppe von 5-10 Klienten intensiv von einem
Sozialarbeiter, finanziert von einer privaten Stiftung,
betreut.
Mit wachsender Stabilität der Gruppe wurde nun die
Betreuung allmählich soweit verringert, dass die Gruppe - inzwischen hatte
sie sich zu einer reinen Frauengruppe entwickelt - selbständig die
Werkstatt und den Laden führen konnten, d.h. nicht die Klientinnen mussten
- nach erfolgreicher Stabilisierung - die Werkstatt verlassen, sondern der
Betreuer zog sich zurück und "überließ" ihnen die
Laden-Werkstatt.
In der Werkstatt werden Stühle beflochten, der
Laden dient dem Verkauf von Eigenprodukten des REHA-Vereins sowie anderen
Geschenkartikeln.
Die Betreuung besteht inzwischen nur noch darin,
dass eine Betreuungsperson einmal in der Woche "vorbeischaut". Allerdings
wird in Krisenzeiten die Betreuung intensiviert, so dass der Bestand des
Projektes nicht gefährdet wird.
Für die Gruppe der Frauen bedeutet
die Zuverdienstmöglichkeit in der Werkstatt eine große Hilfe, da jede
selbst über das Arbeitstempo bestimmen kann, wobei die Gruppe allerdings
großen Wert auf qualitativ gute Arbeit legt.
Nur die Quantität,
nicht die Qualität der Arbeit wird flexibel gehandhabt.
Ein ebenso wichtiges
Prinzip ist gegenseitige Unterstützung, wenn z. B. jemand in eine Krise
gerät.
Der REHA-Laden in der Schwarzwaldstr. 81 ist vernetzt mit
dem REHA-Laden im Zentrum (früher: Gerberau, jetzt: Moltkestr.), sowie dem Verkaufsstand der Freiburger Arbeitsgemeinschaft "Miteinander Leben" unter
den Arkaden der Sparkasse in der Kaiser-Joseph-Straße.
Der Anspruch
dieser Integrationsprojekte besteht darin, dass psychisch kranke Frauen in
Zusammenarbeit mit und durch die Unterstützung von anderen Mitarbeitern
Projekte verwirklichen, die auf dem allgemeinen Markt bestehen
können.
Seit 2002 ist die Laden-Werkstatt 81 erfolgreich mit einem
Marktstand (Stühle und Eigenproduktion) auf dem jährlichen "Staufener
Kunsthandwerkermarkt" vertreten.
Der REHA-Verein ist
Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen
e.V.

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