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Aktuelles / Medien


Bilder von der Gr├╝ndungsversammlung am 20.11.2013:

   
Zahlreiche G├Ąste ...
... werden von Fr. Federer begr├╝├čt.
   
Herr Dr. K├╝hn und Fr. Dallmann stellen sich als Sprecher(-in) des Netzwerkes vor.

berichtet am 25. November 2013

Landkreis soll inklusiver werden

Ein Netzwerk will daf├╝r sorgen, dass jeder Mensch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann.

Olaf K├╝hn und Anke Dallmann machen sich f├╝r eine inklusive Gesellschaft stark. <br>Foto: Lukas Fuhr

FREIBURG. Gemeinsam und gleichberechtigt miteinander zu leben, ist f├╝r viele Menschen nicht leicht. Sie werden durch H├╝rden verschiedener Art vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Rollstuhlfahrer scheitern an Treppen, H├Ârbehinderte an falschen Mikrofonen. Dagegen soll das Konzept der Inklusion helfen.

In einem Hotel im Freiburger Stadtteil Vauban hat sich nun ein Netzwerk gegr├╝ndet, das helfen will, die Stadt Freiburg und den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald inklusiver zu machen. Inklusion bedeutet, "dass alle Mitglieder einer Gesellschaft von Anfang an und in allen Bereichen gleichberechtigt zusammenleben und selbstverst├Ąndlich in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptiert werden", wie es in einer Definition des Deutschen St├Ądtetages hei├čt. Das neu gegr├╝ndete Netzwerk bekennt sich zu dieser Definition und m├Âchte daf├╝r sorgen, dass Inklusion realisiert wird. Au├čerdem m├Âchte das Netzwerk selbst politische Forderungen formulieren. Im Jahr 2009 trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Der Freiburger Gemeinderat hat nun einem Konzept zur Umsetzung der Inklusion in Freiburg zugestimmt. Manfred Me├čmer aus der Verwaltung der Stadt Freiburg hat das Konzept mit ausgearbeitet. "Inklusion ist f├╝r uns ein wichtiges Thema", sagte er vor den ungef├Ąhr 70 G├Ąsten der Gr├╝ndungsfeier. Gemeinsam mit dem neuen Netzwerk m├Âchte er das "ambitionierte Unternehmen" einer inklusiven Gesellschaft angehen. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf Menschen mit Behinderungen. "Wir m├╝ssen alle Umst├Ąnde in den Blick nehmen, die die Teilnahme an der Gesellschaft erschweren", erkl├Ąrte Me├čmer. Im n├Ąchsten Jahr soll dazu ein Aktionsplan entstehen. Mit der konkreten Umsetzung werde man erst 2015 beginnen.

Das neue Netzwerk ist ein Ergebnis eines Kongresses, der im Fr├╝hjahr in Freiburg stattgefunden hatte. Damals wurde ├╝ber "Wege in eine inklusive Kommune" beraten. Das neue Netzwerk m├Âchte jetzt mit der Umsetzung beginnen. Dazu wurden zwei Sprecher gew├Ąhlt. Die Freiburger Gemeinder├Ątin Anke Dallmann und der Behindertenbeauftragte des Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Olaf K├╝hn, sind die beiden Sprecher des Netzwerkes. Dallmann, die selbst auf einen Rollstuhl angewiesen ist, m├Âchte mit dem Netzwerk der "Inklusion ein Gesicht geben". K├╝hn wiederum m├Âchte daf├╝r sorgen, "dass viele Ideen auch auf den Landkreis ausgedehnt werden".

Mit drei Arbeitsgruppen startet das Netzwerk. W├Ąhrend eine Arbeitsgruppe speziell die Gesamtstrategie der Stadt Freiburg begleiten will, sollen die Arbeitsgruppen "Leben, Wohnen, Arbeiten" und "Kinder und Jugendliche" einen allgemeineren Fokus aufweisen. Weitere Arbeitsgruppen k├Ânnten bei Bedarf noch gegr├╝ndet werden, sagte Dallmann. Jetzt sollen die Struktur des Netzwerkes aufgebaut und verschiedene Akteure aus der Region zusammengef├╝hrt werden. F├╝r die Kommunen wolle man als Berater bereitstehen. Au├čerdem will das Netzwerk ├ľffentlichkeitsarbeit betreiben und eigene Projekte entwickeln.

Autor: Lukas Fuhr