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REHA-Verein Freiburg  |  Berliner Allee 11a  |  79110 Freiburg  |  Telefon 0761/ 38 65-0  |  Telefax 0761/ 38 65-100

Chronik

 berichtet am 11. Dezember 1981

REHA-Verein

Ein Bindeglied zwischen Psychiatrie und Alltag

Der "Verein Obere Altstadt" unterst√ľtzt die Initiative

Die Arbeit, die man seit April dieses Jahres in den Räumlichkeiten in der Schwarzwaldstraße 81 leistet, ist nach Angaben der beiden hauptamtlich Tätigen seither von Erfolg gekrönt. Das Konzept, die Wiedereingliederung ehemals psychisch Kranker voranzutreiben durch Arbeiten in der Werkstatt, und Möglichkeiten, in Wohngruppen zu leben, hat sich nach dreivierteljähriger "Probezeit" als richtig erwiesen.

Wie so oft bei engagierter T√§tigkeit abseits staatlicher Institutionen mangelt es dem gemeinn√ľtzigen "REHA-Verein", der sich ausschlie√ülich aus (steuerlich absetzbaren) Spenden finanziert, an finanziellen Mitteln, die allerdings in den Adventswochen durch eine Initiative des "Vereins Obere Altstadt" der Freiburger Gesch√§ftswelt etwas aufgebessert werden sollen.
Wie schon im letzten Jahr, als durch den Verkauf von Suppe in den Weihnachtswochen ein Notarztwagen angeschafft werden konnte, bem√ľht sich der Werbeverein der Freiburger Gesch√§ftsleute durch Aktionen in Oberlinden und der Augustinerpassage zusammen mit dem "REHA-Verein" auf die Aktivit√§ten des Vereins aufmerksam zu machen und durch den Erl√∂s aus der Weihnachtsaktion dem Verein unter die Arme zu greifen.
Der "REHA-Verein" versteht sich als Bindeglied zwischen Menschen, die aus psychiatrischen Anstalten entlassen werden, und dem Alltagsleben, in das sie letztendlich zur√ľckfinden sollen.
Einer der Schwerpunkte der Arbeit sind die drei Wohngruppen mit jeweils f√ľnf Bewohnern, in die die ehemals psychisch Kranken einziehen k√∂nnen, um in Kontakt mit anderen Klienten des Vereins und unter st√§ndig abrufbereiter psychologischer Betreuung erste Schritte in die Wiedereingliederung zu unternehmen. Voraussetzung f√ľr die Aufnahme in eine solche Wohnung ist eine geregelte und regelm√§√üige Besch√§ftigung und die Tatsache, dass keine Suchterkrankung im Vordergrund der Behandlung stand. Und nat√ľrlich die M√∂glichkeit, √ľberhaupt einen freien Platz in einer Wohngruppe zur Verf√ľgung zu haben. Die sind n√§mlich Mangelware.
Der "REHA-Verein", der gegen√ľber der Vermietern f√ľr die Wohnung verantwortlich zeichnet, sucht n√§mlich nach den ersten guten Erfahrungen mit den Wohngruppen neue R√§ume f√ľr seine Klienten.
Der zweite Fu√ü, auf dem die Arbeit des Vereins steht, ist die Werkstatt in der Schwarzwaldstra√üe, in der den Klienten sinnvolle Arbeit angeboten wird, die nicht - wie oftmals unter √§hnlichen Bedingungen √ľblich - von industriellen Normen und Terminen abh√§ngig ist. Wichtiger als die Herstellung von Zivilschutzabzeichen und die fachgerechte Flecht-Reparatur von St√ľhlen ist allerdings der soziale Nutzen der R√§ume in der Schwarzwaldstra√üe. Hier bieten sich im Rahmen einer vorbereitenden √úbergangsl√∂sung Angelpunkte f√ľr psychisch kranke Menschen in einer Umwelt, deren Umgangsformen nicht selten auch die Bedingungen f√ľr die Krankheiten erstellt haben.
loh